Singapur – City of Ligths

Fast hätten wir unsere Flüge nach Singapur verfallen lassen. Denn ich bin wegen einer Gehörgangsentzündung den Tag davor flach gelegen. Doch dank Schmerztabletten und Ohrentropfen ging’s am nächsten Morgen doch zum Flughafen. Ohrenschmerzen + Fliegen = dumme Idee und nicht zu empfehlen! Im Hotel angekommen, hab ich das Zimmer erst mal 2 Tage nicht verlassen. Matthias erkundete schon einmal alleine die Umgebung und ich brennte schon darauf alles mit eigenen Augen zu sehen.

Sauberste Stadt der Welt – aber zu welchem Preis?

Schön, modern, sauber, korrekt, streng – so würden wir Singapur in ein paar Worten beschreiben. Ein Kontrastprogramm zu allen anderen von uns besuchten asiatischen Großstädten. Noch nie zuvor haben wir so eine saubere Stadt gesehen. Aber wundert’s einen, wenn nicht einmal Kaugummi kauen und rauchen auf den Straßen erlaubt sind? Und Essen und sogar Trinken in der U-Bahn bzw. auf Bahnsteigen und öffentlichen Plätzen verboten sind? Wenn man übrigens jemanden dabei erwischt, wird man mit Plakaten aufgefordert, diese Straftat zu fotografieren und das Foto an eine Nummer zu schicken. Und die Strafen sind hoch – auch Prügelstrafen mit Rohrstock und Peitsche werden hier noch vollzogen. Verbotstafeln inkl. dazugehörige Strafen sind in allen Variationen überall präsent.

Wenn man mit Drogen erwischt wird (z.B. ab 50g Cannabis) wird man hier erhängt – kein Scherz. Aber das eigenartigste ist, dass es hier keine Mosquitos, Fliegen etc gibt. Über 30 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit. Aber egal ob Tag oder Nacht, keine einzige Gelse zu sehen. Und ich ziehe diese Dinger normalerweise von Kilometern Entfernung an. Wir erfuhren, dass Singapur regelmäßig Viertel für Viertel mit Pestiziden behandelt um die Stadt möglichst insektenfrei und sauber zu halten. Echt verrückt. Auf der anderen Seite dürfen die Bewohner auf diese Weise ein sicheres, sauberes Leben genießen – man braucht nur an die Umstände in den Nachbarländern denken. Die goldene Mitte wärs wahrscheinlich 😉

Hier wird die Nacht zum Tag

Tagsüber ist man dank Hitze & Luftfeuchtigkeit  in wenigen Minuten ziemlich durchnässt. Kein Wunder also, dass die Stadt erst nach Sonnenuntergang richtig zum Leben erwacht. Besonders abends ist der Blick von der Marina Bay Promenade auf das berühmte Hotel und die Skyline Singapurs echt ein Highlight. Und das I-Tüpfelchen ist die tägliche Lasershow – 15 Minuten pures Staunen!

 

Und auch die berühmte Einkaufsstraße an der Orchard-Street ist gerade jetzt vor Weihnachten ein einziges Lichtermeer. Für Asiaten kann es einfach nicht kitschig genug sein. Es gibt sogar kleine Weihnachtsdörfer und Verkaufsstände wie bei uns am Christkindlmarkt. Nur wird hier Eis statt Glühwein verkauft.

 

Eine der Top-Sehenswürdigkeiten sind die Gardens by the Bay. Eine unglaublich große Parkanlage mit sogenannten Supertrees – Bäume aus Beton und Stahl. Sie versorgen die Pflanzenvielfalt im Park mit Schatten und sind gleichzeitig vertikale Gärten, Belüftungsschächte und Regenwasserspeicher. Teile der Bäume kann man sogar über einen Skywalk begehen und dabei einen traumhaften Blick auf die Stadt und den Park genießen. Auch hier gibt es nach Sonnenuntergang eine Lichtershow, bei der die Bäume in unterschiedlichsten Farben blinken und strahlen – natürlich im Takt zur Weihnachtsmusik – wir waren total fasziniert!

 

Was uns auch sehr gut gefallen hat, war unser Abstecher ins Little India. In diesem kunterbunten Viertel fühlt man sich etwas nach Indien versetzt – nur dass es dort höchstwahrscheinlich nicht ganz so sauber, lauter, intensiver, voller usw ist – also ganz anders. 😉 Aber uns hat es gefallen, nicht zuletzt wegen der großen Auswahl an fantastischen indischen Restaurants…mmmmhhhh!

 

Sind wir nun in Weihnachtsstimmung?

Nein, nicht wirklich. Bei über 30 Grad will uns das irgendwie nicht gelingen. Ist aber auch nicht schlimm, wir haben ja noch ein paar Tage wenn wir nachhause kommen. Da muss sich der ein oder andere Glühwein auf jeden Fall noch ausgehen! 😉

Aber wir haben die Tage genutzt um wieder mal richtig lecker Essen zu gehen, haben das ein oder andere Weihnachtsgeschenk besorgt und einfach die einzigartige Atmosphäre dieser modernen Weltmetropole genossen. Außerdem haben wir uns mit Matthias‘ Arbeitskollegen getroffen, der auf seiner 3-monatigen Rundreise gerade zur gleichen Zeit in der gleichen Stadt war – ein echt verrückter, cooler Zufall!

Gestern sind wir wieder in Ho Chi Minh (Vietnam) gelandet…bis auf das Klima haben diese 2 Städte aber auch schon gar nichts gemeinsam. Trotzdem oder gerade deswegen, freuen wir uns auf die nächsten Tage in dieser verrückten, chaotischen Stadt!

 

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