Seattle – Liebe auf den ersten Blick

Start unserer 3-wöchigen Tour durch die USA und anschließend Mexico war Seattle, ganz im Norden an der Westküste der USA. Wir wussten über Seattle nicht viel, nur dass es mit 300 Regentagen pro Jahr eine der regenreichsten Städte ist. Und natürlich kannte ich die berühmte Skyline under anderem von Greys Anatomy (:

Ein Mix aus alten Backsteinhäusern und moderner Gemütlichkeit

Wir verbrachten nur 3 Tage hier, natürlich im Regen, und haben uns trotzdem sofort Hals über Kopf in diese Stadt verliebt. Nicht nur, weil es für Matthias als Football Fan einzigartig war, die Stimmung der Seahawks-Fans an einem Spieltag life mitzuerleben. Mindestens 50% der Stadtbewohner waren an diesem Tag mit Seahawks-Shirts und Caps unterwegs und die Fahnen waren an Autos, Hausfronten und sogar an Baukränen befestigt. Dabei spielte das Team nur auswärts. Wir wissen nicht genau woran es lag, aber wir fühlten uns hier einfach vom ersten Moment an sehr wohl. Die Leute sind extrem freundlich und die Atmosphäre ist sehr entspannt und lässig. Die Stadt selbst ist ein Mix aus alten Backsteinhäusern, modernen und gemütlichen Cafes und ausgefallenen Shops. Außerdem ist alles sehr grün, jede Straße wird von Bäumen gesäumt. Uns wundert es nicht, dass diese Stadt schon mehrmals zur „most liveable city“ in den USA gewählt wurde.

die bekannte Skyline Seattles

Das Wahrzeichen Seattles ist die Space Needle, welche die Skyline so unverkennbar macht. Die beste Anreise dorthin ist ohne Zweifel die Fahrt mit der Monorail – eine knatternde Einschienenbahn aus den 70ern. Etwas außerhalb der Stadt liegt der Kerry Park – von hier aus hat sieht man über die ganze Stadt und den dahinter liegenden Mount Rainier. Obwohl uns der Wind fast weg geblasen hat, haben wir es uns nicht nehmen lassen den Sonnenuntergang von hier oben anzuschauen.

Pike Place Market

Aber unser persönliches Highlight war der Pike Place Market. Auch diese Kulisse kennt man aus unzähligen Hollywood Schnulzen. Wir haben wieder einmal die Gunst der frühen Morgenstunde genutzt um den Markt noch richtig genießen zu können. Bei einem wärmenden Kaffee und leckeren Frühstück, haben wir den Standbesitzern beim geschäftigen Aufbau ihrer Stände zugesehen. Grandiose Gewürzläden, Stände mit frischem Fisch, Obst und Gemüse und beeindruckende Blumentheken reihen sich aneinander und wir wussten gar nicht wo wir zuerst hinsehen sollen. Die Fischverkäufer lieferten sich hier richtige Battles, wer mit seiner Show mehr Besucher zum Kauf animieren kann. Dabei flogen die Fische kreuz und quer durch die Luft. Später ist es hier unglaublich eng und voll. Und für alle Starbucks-Fans – hier befindet sich der allererste Shop der Kette.

interessante Geschichte

Ich muss zugeben, normalerweise sind wir eher Geschichts-Muffel, aber die Geschichte von Seattle hat uns sehr überrascht und beeindruckt. Denn die Geschichte dieser Metropole findet man unter den Straßen. 1889 wurde Seattle bei einem Brand fast vollständig zerstört, denn die Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt auf Fortbildung im Ausland. Da die Stadt früher genau auf Höhe des Meeresspiegels lag, wurde sie bei Flut oft überschwemmt und die Toiletten spülten in dieser Zeit rückwärts – kein schöner Gedanke. Also wurde die Gelegenheit genutzt und die Stadt höher gelegt wieder aufgebaut. Kurzgesagt: Das ehemalige Erdgeschoß wurde zum Kellerabteil der ganzen Stadt. Und dieser Keller ist über einige, versteckte, enge Treppen nach unten erreichbar. Man spaziert unter der heutigen Stadt auf den ehemaligen Gehsteigen entlang der alten Hausmauern und sieht durch Fenster und Türen die ehemaligen Wohnungen.

Wir hätten sehr gerne mehr Zeit hier verbracht, doch morgen gehts bereits weiter mit dem Mietwagen Richtung Süden. Der Küste entlang bis nach San Francisco.

 

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