Sevilla

Sevilla – gemütliche Tapas Bars an jeder Ecke, enge Gassen und vor allem sehr viel Gelassenheit! Wir wurden durch den spanischen Tagesrhythmus sehr schnell von dieser Gelassenheit angesteckt. Lange schlafen (Frühstück bekommt man vor 9:00 nirgendwo), danach ein bisschen durch die Stadt bummeln und dann erst mal Siesta. Alle, wirklich alle Läden haben um Mittag geschlossen. Am Nachmittag wieder ein bisschen Stadt genießen, Sightseeing und Shoppen und dann wieder kurz entspannen. Denn erst ab ca 21:00 Uhr erwacht die Stadt wieder zum Leben und umso später es wird, desto lauter wird es in den Strassen. Alle Bars sind voll, überall wird gegessen, getrunken und gefeiert. Das gehört hier scheinbar für die ganze Familie auch unter der Woche zum Alltag. Auch die Kids haben hier bis um Mitternacht beim Spielen Spaß. Die Schule beginnt hier erst um sehr viel später als wir es gewohnt sind. Der Lärmpegel durch das laute Lachen und Reden der Leute wäre bei uns hier kaum vorstellbar, spanisches Temperament eben.

Für uns war schon die Anreise nach Sevilla ein kleines Abenteuer. Wir buchten über AirBnB ein Apartment im Zentrum, mit Tiefgarage für unseren Mietwagen. Unser Auto heil in diese Garage zu fahren war ein Erlebnis. Umso näher dem Zentrum, umso enger werden die Gassen. Teilweise muss man sogar die Spiegel einklappen, um Schäden am Auto zu vermeiden. Das scheint hier aber zum Alltag zu gehören. Wir dachten nicht nur einmal von unserem Navi in eine Fußgängerzone gelotst worden zu sein, es war aber tatsächlich die Straße zu unserer Wohnung. So sehr wir die engen Gassen in Städten sonst lieben, so haben wir sie in diesem Moment verflucht.

Plaza de España

Gottseidank konnten wir alles was wir sehen wollten zu Fuß erreichen. Am meisten begeistert hat uns das riesengroße Areal rund um den Plaza de España. Jede Provinz Spaniens hat sich hier mit einem buntem Mosaik verewigt. Hier lässt es sich gemütlich entspannen und das ganze bunte Treiben beobachten. Wir fühlen uns durch die ganzen Kanäle, Brücken und Boote ein bisschen wie in Venedig. Rund um den Platz erstreckt sich der wunderschöne Maria Luisa Park, in dem immer wieder verschiedenste Festivals statt finden, in unserem Fall ein Food-Festival mit Köstlichkeiten aus der ganzen Welt.

 

Metropol Parasol

Von mir auch liebevoll Schwammerl, Champion oder Pilz gennant. Ob dieses Projekt das Stadtbild verschönert oder das Gegenteil bewirkt, darüber lässt sich streiten. Die Bauverzögerungen (6 statt 2 Jahre) und extremen Kostenüberschreitungen (86 statt 50 Millionen) führten verständlicherweise zu zahlreichen Aufständen der Einheimischen. Mit einem Lift gelangt man auf diese weltweit größte Holzkonstruktion. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über die Dächer und grünen Dachgärten der Stadt.

 

Bei unserem Besuch Mitte Oktober hatte es hier angenehme 25-30 Grad, für viele Süd-Spanier bereits Jacken-Zeit. Wir hingegen haben unsere kurzen Hosen und Shirts ausgepackt. Ideale Städtereise-Zeit wie wir finden. Sevilla ist auf jeden Fall einen Städtetrip wert, egal ob nur ein Wochenende oder eine Woche. Ein bisschen Sightseeing, Shoppen, leckere Tapas verkosten, mit einem Tinto de verano in der Sonne sitzen und von der Lebensfreude und Gelassenheit der Spanier anstecken lassen – was will man mehr? Wir kommen wieder.

Weitere Impressionen

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