Gibraltar

Die Spannung und Vorfreude auf Gibraltar war kaum zu übertreffen. Auf der einen Seite weil ich seit ich klein bin ein echter Affen-Narr bin und hier die einzig frei lebenden Affen Europas leben und auf der anderen Seite weil wir uns nicht vorstellen konnten mitten in Spanien auf rote Telefonzellen zu treffen und mit Pfund zu bezahlen. Denn Gibraltar gehört zum Vereinigten Königreich.

Wir haben uns entgegen vieler Empfehlungen dafür entschieden die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Da wir schon vorab von den Autokolonnen vor dem Grenzübergang gehört haben, haben wir unser Auto noch im spanischen Festland in La Linea geparkt und sind zu Fuß an den Autos vorbei zur Grenze marschiert. Nach einer kurzen Passkontrolle überquert man zu Fuß das Flugfeld von Gibraltar, das bei Landungen und Starts mit Schranken geschlossen wird. Der weltweit einzige Flughafen, dessen Rollfeld aus Platzmangel von einer Straße und einem Gehweg gekreuzt wird – total verrückt!

Die Stadt könnte englischer nicht sein…rote Telefonkabinen, Pubs, Preise in Pfund und Amtssprache Englisch. Die Stadt selbst war ganz nett, jedoch etwas überteuert. Die eigentliche Attraktion der Stadt ist jedoch der Upper Rock.

Upper Rock

Auf den berühmten, mit Affen besiedelten Felsen gelangt man üblicherweise mit einer Gondel oder einem Taxi (geführte Touren). Wir entschieden uns aber zu Fuß über den Devils Gap Footpath (ca. 2 Stunden/400 Höhenmeter) hoch zu spazieren. Wenn man den Einstieg einmal gefunden hat, führt einen der Weg hauptsächlich über steile Stufen direkt nach oben.

Bereits nach ein paar hundert Metern begegneten wir den ersten Affen. Anfangs waren wir noch etwas ängstlich aber die Affen sind alles andere als scheu und versperrten uns nicht nur einmal den Weg. Manche Affen nutzten die vorbeikommenden Taxis als Mitfahrgelegenheit bis zum Gipfel. Andere warteten nur auf die richtige Gelegenheit um den Touristen das Sandwich aus der Hand zu stehlen. Wieder andere waren mit der Pflege ihrer kleinen, tollpatschigen und viel zu neugierigen Babys beschäftigt.

Erreicht man erstmal den Grat, bietet sich einem ein fantastischer Ausblick über Gibraltar und die Bucht von Algesira. Bei guter Sicht sieht man von hier oben sogar den afrikanischen Kontinent. Wir waren total begeistert und konnten uns nicht satt sehen. Die Stunden verflogen und wir beschlossen den Sonnenuntergang von hier oben zu genießen um den tollen Tag ausklingen zu lassen.

 

 

 

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