Machu Picchu – ein Highlight unserer Peru-Rundreise

Der magische Ort Machu Picchu war für uns eigentlich der Hauptgrund, warum Peru auf der Liste unsere Must-Visit Länder für die Weltreise ganz oben gelandet ist. Wir freuten uns schon wie verrückt darauf. Neben zig verschiedenen Mehrtages-Wanderungen, werden mittlerweile sogar Tagesausflüge, von Cusco aus, angeboten. Eines haben alle Touren gemeinsam: Sie sind sauteuer – wirklich, wirklich teuer!

Wir hatten uns vorstellt, nach einer Mehrtageswanderung, am letzten Tag direkt am Gipfel des Machu Picchu anzukommen. Aber einzig und allein der Inka-Trail führt direkt zur Inkastätte und der ist leider schon seit Monaten ausgebucht. Alle anderen Wanderungen enden in Aguas Calientes. Nach ausgiebiger Recherche haben wir uns schlussendlich wieder einmal gegen eine Tour entschieden und beschlossen, uns auf eigene Faust auf den Weg zu machen. Denn der Ort Aguas Calientes ist auch per Zug von Cusco aus erreichbar.

Mit dem Zug nach Aguas Calientes

Wir haben uns also in Cusco Zugtickets besorgt und 2 Tage später saßen wir in aller Früh, aufgeregt im Peru Rail Train nach Aguas Calientes. Ungefährt 4 Stunden dauerte die Fahrt. Zugfahren ist in Peru etwas wirklich Luxuriöses. Die Züge selbst sind wunderschön dekoriert, außergewöhnlich sauber und man genießt durch die Rundum-Verglasung ein wunderbares Panorama. Wir konnten uns an der Landschaft gar nicht satt sehen. Immer am Urubamba-Fluss entlang. Zuerst durch trockene, felsige Landschaften und tiefe Schluchten. Mit der Zeit wurden die Felder immer grüner und das Klima und die Landschaft veränderte sich in eine regenwald-ähnliche Vegetation. Bei den wenigen Stops auf dem Weg, konnte man von den Zugfenstern aus bei fliegenden Händlern einkaufen. Von Blumen, Mais, Kartoffeln bis hin zu Hüten und Handschuhen.

Aguas Calientes ist das Dorf am nächsten zu Machu Picchu und lebt daher klarerweise vom Tourismus. Trotzdem hat der Ort wirklich Charme und es ist eigentlich schade, dass ihm selbst keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wir bummelten durch die vielen bunten Märkte, beobachteten die Kinder beim Spielen auf den Bahngleisen und genossen das beste Abendessen in Peru.

 

Die berühmte Inkastätte Machu Picchu

Der letzte Teil der Anreise ist entweder gemütlich per 30-minütiger Busfahrt oder über einen ca. 2h Fußmarsch über ausschließlich steile Treppen erreichbar. Da wir diesen Ort nicht vollkommen erschöpft, sondern frisch und munter  erleben wollten, haben wir uns für Variante 1 entschieden. Unser Wecker klingelte am nächsten Morgen bereits um 3:45 Uhr. Wir packten unsere Rucksäcke und waren bereits um 4:15 an der Haltestelle und wirklich schockiert. Der erste Bus geht um 6:00 Uhr und die Schlange war schon um die 500m lang. Im Minutentakt kamen weitere Personen an und waren ebenfalls sichtlich verwundert. Aber als die Busse dann einmal rollten, ging es gottseidank schnell voran.

Am Eingangstor angekommen, quatschte uns Miguel an, ob wir nicht an einer persönlichen Rundführung durch die Stätte interessiert wären. Wir stimmten spontan zu. Er arbeitet bereits seit vielen Jahren als Guide in Machu Picchu und versorgte uns mit vielen interessanten Informationen zur Geschichte der Inkas und der Inkastätte. Gleich zu Beginn ging’s über Treppen immer höher und höher, während hinter uns die Sonne aufging.  „Gleich werdet ihr sehen, warum sich dieser Aufstieg lohnt!“, waren Miguel’s Worte. Und genau so war es. Sobald wir den dicht zugewachsenen Waldweg passiert hatten, konnten wir unseren Augen kaum trauen. Postkarten-Panorama. Er brachte uns etwas abseits der Touristen-Gruppen zu seinem persönlichen Lieblings-Aussichtspunkt. Ein paar Nebelwolken zogen über das Tal und ließen den Ort noch mystischer wirken. Es war wirklich atemberaubend und der perfekte Start zur Erkundung der unglaublich großen Inkastätte.

Die anschließende Führung durch die verschiedenen Teile der Stätte war sehr interessant. Wir erfuhren vieles über die Bauweisen und das Leben der Inkas. Man kann sich kaum vorstellen, was sich hier vor vielen Hundert Jahren abgespielt hat. Das faszinierende ist, dass man die Ruinenstadt vom Tal aus in keinster Weise erahnen kann. Weshalb sie auch erst 1911 offiziell entdeckt wurde.

Nach dem Rundgang, hatten wir noch genügend Zeit um alles noch einmal in Ruhe zu genießen und den wahnsinns Ausblick auf uns wirken zu lassen. Wir beobachteten die Lamas, welche auf den Wegen vorbei spazierten, ohne jegliche Scheu. Besucher wurden sogar sanft zur Seite geschupst, wenn sie ihnen gerade im Weg waren.

Der Besucheransturm auf dieses Weltwunder ist einfach enorm. Seit Juli 2017 ist die Anzahl der Touristen auf 5.000(!!!) pro Tag „beschränkt“ und die Tickets sind teilweise wochenlang ausverkauft. Normalerweise meiden wir solche extremen Menschenaufläufe, aber Machu Picchu kann man einfach nicht auslassen. Es war ein einmaliges Erlebnis, welches wir nie vergessen werden und alle Mühen und jeden Euro wert war! 🙂

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