Inselfeeling pur auf Boipeba

Von Cravolândia, wo wir das São João Fest feierten, ging unser Roadtrip direkt weiter auf die Insel Boipeba. Ein paar Strandtage zum Entspannen bzw. Kater auskurieren mussten her. 😉

Wir parkten unser Auto im Garten eines Mannes  der in der Nähe des Hafens wohnt und uns gegen eine kleine Gebühr einen abgesperrten Platz anbot. Dann ging’s mit dem Speedboot seines Kumpels ca. 40 Minuten durch Mangrovenwälder, bis wir den Hafen der malerischen Insel Boipeba erreichten.

Frühlingserwachen

Auf den ersten Blick schienen wir die einzigen Gäste auf der Insel zu sein. Fast alle Geschäfte und Restaurants hatten geschlossen und es waren so gut wie keine Menschen auf den Straßen unterwegs. Unsere Zimmervermieterin klärte uns auf…die Insel erwache gerade erst aus dem Winterschlaf. In den nächsten Tagen wird alles auf Vordermann gebracht und mit Juli wäre man dann bereit für die Touristen. Autos gibt es auf der Insel keine. Das Gepäck der Gäste wird auf Wunsch in Scheibtruhen in die Pensionen gebracht und längere Wege auf der Insel werden per Traktor oder Moped-Taxi zurückgelegt. Wir fühlen uns etwas in unseren Holbox-Urlaub in Mexico zurück versetzt.

Das gute beim Reisen in der Nebensaison ist, dass man zum Beispiel kilometerlange Strände ganz für sich alleine hat und alles noch etwas entspannter abläuft. Man kommt eher mit Einheimischen in Kontakt und sieht ein bisschen hinter die für Touristen aufgebaute „Fassade“.  Allerdings kann der brasilianische Winter auch ganz schön launisch sein. Mehrmals täglich schüttete es wie aus Kübeln, aber meistens nur ein paar Minuten. Danach wieder Sonnenschein. An einem Abend hat der Regen allerdings die Stromversorgung der ganzen Insel lahmgelegt. Unsere Stirnlampe kam somit das erste Mal zum Einsatz. Aber bei ein paar Bier und Caipirinhas in der Bar ums Eck, ließ sich die Zeit gut überbrücken.

Wir werden seit der Ankunft auf der Insel von Hunden begleitet. Am Strand spielen wir mit ihnen mit Kokosnüssen, beim Spazieren sind sie sowieso immer dabei und auch das Schwimmen im Meer scheinen sie zu lieben. Auch zahlreiche Reiter kommen mit ihren Pferden an den Strand und reiten zur Wäsche ins Meer.

Inselfeeling & kulinarische Highlights

Wir genossen die Tage zum spazieren an den Stränden, baden und Sandburgen bauen mit den Kids. Und wie soll es anders sein, auch hier werden wir täglich mit brasilianischen Köstlichkeiten verwöhnt. Unser Highlight war eine Shrimps-Bananen-Moqueca, eine regionale Spezialität. Oder doch die frischen Langustenfilets? Es war wie immer alles lecker! An einem Abend haben wir bei einer älteren Dame gegessen, die aus ihrer privaten Küche heraus eine Tintenfisch-Moqueca für uns zauberte. Moqueca’s sind Eintöpfe in diversen Fisch- oder Fleischvariationen, mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Sie gehören zu den Nationalgerichten Brasiliens. Das Bier dazu haben wir schnell selbst beim nächsten Supermarkt besorgt. Es ist hier keine Seltenheit, dass die Bewohner des Orts direkt aus ihren Küchen oder Fenstern verschiedene selbst gemachte Dinge verkaufen.

Aufbruchsstimmung

Auf dieser Insel lässt es sich definitiv aushalten. Wir machen uns jedoch bereits wieder auf den Weg nach Itaparica, um noch unsere ganze Wäsche zu waschen und alles zu packen. Denn für uns beginnt bald ein neues Kapitel – wir verabschieden uns von Haki und machen uns auf den Weg nach Rio de Janeiro, bevor es weiter nach Peru geht.

 

3 Comments

  • Reply
    Sabrina
    5. Juli 2017 at 7:03

    Fantastische Bilder Ich bin schon gespannt auf Peru!

    • Reply
      Tanja Kulmer
      7. Juli 2017 at 15:58

      Danke Sabrina! Der erste Eindruck von Peru ist spitze…ich bin mit den Berichten etwas hinten nach…aber spätestens nächste Woche gibts das erste Peru-Update! 🙂 Bussl in die Schweiz! Tanja

  • Reply
    Silvia
    7. Juli 2017 at 22:24

    Echt wunderschön. Zum Beneiden

  • Leave a Reply

    *