Granada & Frigiliana

Am 10. Oktober gings los nach Malaga. Die Flugverbindungen von Graz und Wien sind super und günstig und schon der Hinflug über die wunderschöne spanische Landschaft war eine tolle Einstimmung. Am Flughafen angekommen, holten wir unseren Mietwagen ab und los gings in unser erstes AirBnB-Apartment nach Granada.

Granada

Stadtteil Albaicin

Am nächsten Morgen gings gleich Richtung Altstadt und wir spazierten entlang der mit Teestuben und orientalischen Souveniershops gesäumten Calle Carlderia Nueva im ältesten Stadtteil Albaicin. Man kann die Nähe zu Marokko sehen, riechen und spüren. Die engen Gassen, wunderbaren Gerüche, Farben und das einzigartige Ambiente…wir haben uns bereits in diese Stadt verliebt.

 

Viele steile Stiegen und enge Gassen später, genossen wir am Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang vom Mirador de San Nicolas mit dem wohl schönstem Blick über die ganze Stadt, auf die Alhambra und die dahinter liegende Sierra Nevada. Der Alltagsstress ist bereits vergessen und wir freuen uns auf die kommenden 2 Wochen.

 

Tapas, Tapas, Tapas

Ein weiterer Grund, warum man Granada bei einer Andalusien-Reise auf keinen Fall auslassen sollte, ist die noch immer erhaltene, authentische Tapas-Kultur. Hier gibts in fast allen Bars Tapas (kleine kalte oder warme, köstliche Snacks) kostenlos zum Getränk dazu. Der Küchenchef entscheidet welches Gericht du bekommst, also mit jedem Getränk eine neue, kleine Überraschung! Nach 5-6 Tinto de verano für mich und der gleichen Anzahl an Bier für Matthias, waren wir dann meistens auch satt. Ein Lebensstil Südspaniens, an den auch wir uns sehr schnell gewöhnen.

 

Alhambra

Eigentlich meiden wir touristische Hotspots, da wir das ganze Getümmel zwischen Menschenmassen nicht lange aushalten. Aber gerade als Hobbyfotografin darf man sich diesen Besuch einfach nicht entgehen lassen. Und es gibt ein paar Tricks um den Menschenmassen so gut wie möglich auszuweichen.

Die Tickets sollte man bereits Wochen im Vorhinein online kaufen und am besten druckt man sich diese bei Ankunft in Granada bei einem der „ServiCaixa“ Bankautomaten der Bank La Caixa aus. So vermeidet man die ewig langen Warteschlangen vor dem Eingang und kann ganz bequem den Hintereingang benutzen. Wenn man den Nasridenpalast wie wir um 10 Uhr bucht, hat man davor genügend Zeit sich die anderen Bereiche (Generallife, Alcazaba) anzusehen, und da ist man in der Früh noch wirklich fast alleine. Und wenn man die Nasridenpaläste ohne Guide besucht, kann man an allen Gruppen vorbei gehen und hat den schönsten Bereich ganz für sich. Die vorderen Bereiche kann man ja auch später noch anschauen, wenn die Gruppen damit fertig sind.

Die Architektur und die ganzen Details in den Decken und Wänden sind einfach atemberaubend und der Blick auf die Stadt ist ebenfalls wunderschön.


 

Hammam

Wir bekamen den Tipp ein Arabisches Bad (Hammam) in Granada auszuprobieren. Ein bisschen Wellness kann nie schaden. Man muss bereits online eine Zeit reservieren, da es nur begränzte Plätze gibt. Im Hammam Al Ándalus angekommen wurden wir in einer kleinen Teestube begrüßt und bekamen eine kurze Erklärung für die nächsten 2 Stunden.

Bereits nach dem ersten Schritt in die Bäder, fühlte ich mich pudelwohl…gefühlte 40 Grad Raumtemperatur, wunderschöne Wand- und Deckenverzierungen, Kerzenschein, leise arabische Musik und entspannende Düfte. Die Bäder bestehen aus verschiedenen Becken mit kaltem, warmen und heißem Wasser, einer Dampfsauna und vielen gemütlichen Ausruhecken mit Minztee und Wasser. Zum Abschluss eine Massage bei beruhigendem Plätschern der Brunnen. Dieses wirklich besondere Erlebnis lässt sich nur sehr schwer in Worte fassen, ein bisschen wie 1001 Nacht. Nach nur 2 Stunden fühlt man sich wie neugeboren. Ein Muss für jeden Granada-Besuch!

Weitere Impressionen

Die ursprünglich geplante Wanderung in der Sierra Nevada mussten wir leider wegen der sehr unbeständigen Wetterlage auslassen. Hier noch ein paar Eindrücke von den im 14. Jh erbauten Nazari Mauern, dem Kloster San Jerónimo, den wirklich engen Gassen Granadas und einem etwas anderem Coca Cola Schild!

 

Frigiliana

Auf dem Weg von Granada nach Gibraltar, machten wir einen Abstecher in das malerische, weiße Berg-Dorf Frigiliana. Der ganze Ort ist liebevoll gepflegt und mit unzähligen Blumentöpfen randvoll mit bunten Blumen dekoriert.

Wir spazierten entlang der gepflasterten, engen Gassen, vorbei an weißen Häusern mit pastellfarbenen Haustüren und herrlichen Aussichtspunkten. Mit seiner Lage auf 300 Metern über dem Meeresspiegel sind die Aussichten auf die Küste und Berge beeindruckend. Nicht wunderlich, dass Frigiliana bereits mehrmals den Preis für das schönste Dorf Andalusiens gewonnen hat.

Wir waren bereits sehr früh zum Frühstück hier und als wir unsere Weiterreise antraten, trudelten bereits im Minutentakt große Touristenbusse ein. Mit der Stille dieses wunderschönen Örtchens war es somit bald vorbei. Genau deshalb lohnt sich das frühe Aufstehen immer wieder.

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