4 Wochen Peru – unser persönlicher Rückblick

Das Land der Inka und Anden, der Lamas und Alpakas, der Avocados, Coca-Blätter und des Pisco Sour. So ungefähr würden wir Peru in einem Satz beschreiben. Das zweite Land unserer Weltreise hat uns in vielerlei Hinsicht überrascht. Hier möchten wir unseren persönlichen Eindruck unserer 4-wöchigen Rundreise mit euch teilen.

Unglaubliche Natur & Kultur

Besonders die wunderschöne, abwechslungsreiche Natur hat es uns angetan. Von tiefroten Stränden, Wüsten,   Gletschern, bunten Bergen bis hin zum Regenwald hat dieses Land einfach alles zu bieten. Ein Paradies zum Wandern und einfach Genießen. Und die Geschichte der Inkas war sogar für uns 2 Kultur-Banausen wirklich interessant. 😉

 

Kuriose Besonderheiten

4 der bisherigen Präsidenten sitzen im Gefängnis

Größtenteils wegen Korruption. Viele Peruaner machen sich selbst lustig über ihre Politik bzw. schämen sich sogar dafür. Anscheinend sind nach wie vor, die meisten Politiker und Polizisten bestechlich. Auch die noch immer andauernden Proteste der Lehrer sprechen für sich – die Schulen haben mittlerweile seit über einem Monat geschlossen – keine Lösung in Sicht.

Themen-Viertel

Was wir noch nirgends sonst gesehen haben, waren die verschiedenen Viertel mit gleichen Geschäften. Zum Beispiel eine ganze Straße mit ausnahmslos einem Friseur nach dem anderen. Ein paar Straßen weiter, 15 Fußball-Trikot-Läden, direkt nebeneinander. Eine Elektronikmeile und paralell dazu alle Gitarrengeschäfte der Stadt. Am Stadtrand befinden sich dann die Klopapier- und Waschbecken-Meilen.

Coca Blätter

Coca TeeDiese kleinen Blätter sind hier wirklich das Wunderheilmittel schlechthin. Die Grundzutat für Kokain hat in seiner ursprünglichen Form rein gar nichts mit einer Droge zu tun. Hierzulande wird es für alle Wehwehchen und für viele andere Zwecke eingesetzt. In den Schuhen sollen sie vor schmerzenden Füßen schützen. Außerdem verdrängen sie Hunger und Müdigkeit und sind eine beliebte Opfergabe für Pacha Mama (Mutter Erde). Wir haben hauptsächlich Coca-Tee getrunken und Coca-Zuckerl gelutscht, was zur besseren Akklimatisation in den höheren Lagen beitragen soll, da durch den Konsum die Sauerstoffaufnahme verbessert wird. Und jetzt wird es ekelig: Gemischt mit dem eigenen Urin, welchen man anschließend wieder trinkt, hilft es gegen Bauch- und Kopfschmerzen – wir haben es lieber nicht ausprobiert 😉

Peruaner können nicht Autofahren

Jetzt könnte man meinen, dass ist eine unfaire Verallgemeinerung. Doch auf ausnahmslos überall wo wir waren und jeden Taxifahrer der uns von A nach B gebracht hat, trifft diese Tatsache zu. Ampel und Zebra-Streifen sind zwar vorhanden aber für Autofahrer unsichtbar, sie werden zu 100% ignoriert – auch von der Polizei. Von den Einheimischen werden sie liebevoll „Straßendekoration“ genannt. Fahrspuren sind erst gar nicht eingezeichnet, so viele Autos wie sich nebeneinander ausgehen, sind erlaubt. Zum links-abbiegen reiht man sich rechts ein, um im letzten Moment allen anderen den Weg abzuschneiden. Dabei wird natürlich ständig gehupt, geschimpft und wild aus dem Fenster gestikuliert. Bei Stop-Tafeln wird gehupt um den anderen mitzuteilen, dass man nicht stehenbleibt.

Das Hupen der Taxis

JEDER Tourist wird von JEDEM Taxi IMMER zwei mal angehupt. Damit wollen die Taxi-Fahrer kommunizieren, dass sie noch einen Platz frei hätten. Egal ob du einen brauchst oder nicht. Und hier wimmelt es nur so von Taxis. Ich träume schon von den Hupen. Jeder der meine Schreckhaftigkeit kennt, kann sich vorstellen wie oft mein Herz in die Hose gerutscht ist. 😉

Kulinarik – Mehrschweinchen & Katzen

Die peruanische Küche konnte uns nicht vollkommen überzeugen. Wir haben uns durch viele Nationalgerichte gekostet. Matthias schwärmte zwar vom Alpaka-Filet und dem Lomo Saltado, aber bei mir kam keine Begeisterung auf. Und Mehrschweinchen sind für mich zum kuscheln und nicht zum Essen da. Von Katzen gar nicht zu reden – wobei das gottseidank nur mehr in abgelegenen Dörfern vorkommt. Allerdings werde ich noch ewig von den leckeren Avocados träumen…butterweich und einfach nur köstlichst! Und der Pisco-Sour – DAS Nationalgetränk – gefährlich lecker!

Die Einwohner & der Tourismus

Der Tourismus in Peru ist in den letzten Jahren rasant gestiegen und das Land kommt spürbar nicht hinterher. Überall sieht man halbfertige Betonklötze. Restaurantbesitzer und Souvenierverkäufer überbieten sich dabei, Touristen für sich zu gewinnen und verlieren dabei teilweise anständige Umgangsformen. Alle 15 Meter wollte uns jemand eine Massage andrehen – Matthias war kurz davor, sich ein Shirt mit „No Massages“ drucken zu lassen. 😉

Was uns leider etwas enttäuscht hat, waren die Peruaner selbst. Natürlich kann man nicht alle in einen Topf werfen. Wir haben auch sehr viele, sehr nette und hilfsbereite Menschen getroffen. Doch der Großteil war eher verschlossen und unfreundlich. Außer es ging um’s Verkaufen. Dann kam ihnen noch am ehesten ein Lächeln über die Lippen. Wenn man sich dann aber gegen den Kauf entschieden hat, wurde man einfach ignoriert und nicht mehr angesehen. Vielleicht waren wir von den Brasilianern auch etwas zu verwöhnt.

Highlights

Wir sind am Board die Sanddünen runter gedüst, wanderten durch den tiefsten Canyon Südamerikas, kraxelten auf den über 5000m hohen Rainbow Mountain und besuchten die berühmte Inkastätte Machu Picchu. Diese Erlebnisse werden wir wohl ewig in Erinnerung behalten! Wir haben uns immer wohl und sicher gefühlt und würden das Land uneingeschränkt Jedem empfehlen! 🙂

 

PS: Unser Brasilien Video ist online 🙂

Matthias war fleißig und hat bereits das Video von unserer Brasilien-Reise fertig geschnitten, here you go.

 

 

1 Comment

  • Reply
    Meli
    11. August 2017 at 21:20

    soooooo genial!!!!!

  • Leave a Reply

    *